Um Datenlecks in KI-Tools zu verhindern, müssen Unternehmen eine strenge Daten-Governance-Richtlinie implementieren, sensible Informationen vor der Übermittlung maskieren oder anonymisieren und Enterprise-APIs mit Vertragsklauseln verwenden, die garantieren, dass die Eingaben nicht zum Trainieren öffentlicher Modelle verwendet werden.
Die zunehmende Verbreitung generativer KI-Tools hat zwar immense Produktivitätssteigerungen ermöglicht, aber auch eine kritische Sicherheitslücke aufgedeckt: die unbeabsichtigte Übertragung von geistigem Eigentum, Geschäftsgeheimnissen und personenbezogenen Daten (LGPD) an Server Dritter. Gibt ein Mitarbeiter beispielsweise eine Abrechnungstabelle oder den Quellcode proprietärer Software in einen öffentlichen Chatbot ein, können diese Daten in das globale Wissen des Modells einfließen und sind somit für Wettbewerber bei zukünftigen Suchanfragen zugänglich.
Der Schlüssel zur Minderung dieses Risikos liegt nicht in einem Verbot der Technologie, sondern in der Schaffung einer Isolations- und Kontrollschicht zwischen Ihrer Technologieinfrastruktur und den KI-Tools.
Der Mythos der perfekten Isolation: Viele Manager glauben, die Beauftragung eines KI-Anbieters für das Unternehmen reiche aus, um den Betrieb abzusichern. Die Realität sieht jedoch anders aus: Cloud- und KI-Sicherheit basieren auf einem geteilter Verantwortung. Der Anbieter garantiert zwar, dass die Daten nicht für das Training des öffentlichen Modells verwendet werden, doch wenn Ihr Unternehmen die internen Zugriffsebenen nicht kontrolliert (Identitäts- und Zugriffsmanagement – IAM), können ein Mitarbeiter mit böswilliger Absicht oder durchgesickerte Zugangsdaten vertrauliche Daten über interne Abläufe offenlegen.
Um Cybersicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bei der Nutzung von KI zu gewährleisten, sollte die IT-Architektur Ihres Unternehmens drei grundlegenden Richtlinien folgen:
Öffentliche KI speichert und verarbeitet Anfragen, um ihre globalen Algorithmen zu optimieren. Das bedeutet, dass Ihre Daten unter Umständen von anderen genutzt werden. Unternehmens-KI hingegen, integriert in sichere Cloud-Umgebungen, gewährleistet die logische Trennung von Anfragen, speichert Informationen ausschließlich innerhalb Ihres Unternehmensabonnements und verhindert, dass das Modell aus Ihren Geschäftsdaten lernt.
Das brasilianische Datenschutzgesetz (LGPD) schreibt vor, dass jede Verarbeitung personenbezogener Daten auf einer festgelegten Rechtsgrundlage beruhen und die Datensicherheit gewährleisten muss. Die Übermittlung von Kundendaten an KI-Unternehmen (Unternehmen für künstliche Intelligenz) ohne Anonymisierungstechniken oder ohne entsprechende Vereinbarungen mit dem Anbieter stellt einen schwerwiegenden Verstoß dar, der aufgrund der unbefugten Weitergabe an Dritte mit Geldstrafen und Reputationsschäden geahndet werden kann.
Ja. Wenn Mitarbeiter öffentliche Tools ohne Regulierung nutzen, werden Programmcodes, strategische Pläne und Patente, die in den Eingabeaufforderungen eingebettet sind, Teil der Datenbank des KI-Anbieters, was Geschäftsgeheimnisse ungültig macht und dazu führt, dass diese Informationen in Antworten offengelegt werden, die für externe Benutzer generiert werden.
DLP (Data Loss Prevention) sind Sicherheitstools, die die Übertragung vertraulicher Daten anhand vordefinierter Regeln (wie Kreditkartenmuster oder strategische Schlüsselwörter) überwachen und blockieren, um zu verhindern, dass diese Informationen das Unternehmensnetzwerk verlassen und externe Standorte erreichen.
Nein, solange es semantisch erfolgt. Durch das Ersetzen eines echten Namens durch ein generisches Tag wie „Kunde_A“ kann die KI den Geschäftskontext perfekt verstehen und die angeforderte Analyse liefern, ohne auf die reale Identität der Person zugreifen zu müssen.
Durch die Überwachung Netzwerkverkehrsprotokollen und die Implementierung von CASB-Sicherheitslösungen (Computer-Aided Business Edge), die die Nutzung von Cloud-Anwendungen innerhalb des Unternehmens prüfen, wird der unautorisierte Zugriff auf KI-URLs identifiziert.
Absolut. Das Hosting oder die Nutzung von KI-Modellen auf konsolidierten öffentlichen oder privaten Cloud-Infrastrukturen gewährleistet die Einhaltung wichtiger internationaler Cybersicherheitszertifizierungen (wie ISO 27001 und SOC 2) und schützt so die Infrastrukturschicht.
Der Krisenstab und der Datenschutzbeauftragte sollten unverzüglich benachrichtigt werden, der Tool-Anbieter sollte kontaktiert werden, um die manuelle Löschung historischer Protokolle (falls zutreffend) zu veranlassen, und die Auswirkungen auf die Einhaltung der Vorschriften sollten gemäß den Anforderungen des LGPD (Brasilianisches Datenschutzgesetz) bewertet werden.
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