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Die Verwendung von Namen auf WhatsApp erhöht zwar die Privatsphäre, kann aber neue Möglichkeiten für Betrug schaffen

Die Verwendung von Namen auf WhatsApp erhöht zwar die Privatsphäre, kann aber neue Möglichkeiten für Betrug schaffen

WhatsApp hat eine neue Funktion eingeführt, mit der Nutzer einen Benutzernamen (@Benutzername) erstellen können, um Unterhaltungen zu starten, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben. Dies ist eines der neuesten Updates…
Lesezeit: 4 Minuten · Von: Skyone

Die Funktion verspricht mehr Kontrolle über die Offenlegung persönlicher Daten, könnte aber auch Betrugsmöglichkeiten eröffnen; ein Skyone-Experte erklärt, wie man sich schützen kann

WhatsApp hat eine Funktion eingeführt, mit der Nutzer einen Benutzernamen (@Benutzername) erstellen können, um Unterhaltungen zu starten, ohne ihre Telefonnummer preiszugeben. Dies ist eines der bedeutendsten Updates von Meta seit dem offiziellen Start der App im Jahr 2009.

Obwohl diese neue Funktion einen wichtigen Fortschritt für den Datenschutz darstellt, warnen Experten davor, dass sie auch eine neue Generation von Cyberkriminalität begünstigen könnte. Durch die Verwendung von Benutzernamen passen Kriminelle ihre Strategien an, um gefälschte Profile zu erstellen, Namen zu verwenden, die denen bekannter Unternehmen und Personen sehr ähnlich sind, und Betrugsmaschen wie Geldforderungen, gefälschte Callcenter, betrügerische Werbeaktionen und Anfragen nach Verifizierungscodes durchzuführen.

Mit der neuen Funktion wird die Telefonnummer nicht mehr automatisch angezeigt, wenn man zum ersten Mal über diese Kennung eine andere Person oder ein Unternehmen kontaktiert. Es wird auch kein öffentliches Verzeichnis mehr geben, um Profile zu suchen: Man muss den genauen Nutzernamen kennen, um eine Konversation zu starten. Zusätzlich bietet WhatsApp einen optionalen Sicherheitsschlüssel an, um einzuschränken, wer zum ersten Mal Nachrichten senden darf.

„Die Privatsphäre wird gestärkt, da Nutzer mehr Kontrolle darüber haben, wann sie ihre Telefonnummer weitergeben. Vertrauen lässt sich jedoch nicht auf den Benutzernamen übertragen. Bevor man antwortet oder eine Aktion ausführt, wird es immer wichtiger zu überprüfen, wer sich tatsächlich am anderen Ende der Leitung befindet“, so Bruno Caldas, Leiter der Cybersicherheit bei Skyone.

Experten gehen davon aus, dass sich die ersten Monate nach Einführung dieser Funktion auf Betrugsversuche mit Profilen konzentrieren sollten, die Unternehmen, Banken oder bekannte Persönlichkeiten imitieren. Die Strategie zielt darauf ab, kleine Änderungen im Benutzernamen auszunutzen, um das Opfer in dem Glauben zu wiegen, mit einem legitimen Kontakt zu kommunizieren und so Zahlungen, persönliche Daten oder Authentifizierungscodes zu erlangen.

Laut Meta werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und bekannte Marken vor Identitätsdiebstahl geschützt sein. Caldas betont jedoch, dass keine Technologie die Erstellung irreführender Profile vollständig verhindern kann.

Die Wahl des Benutzernamens kann ebenfalls zur Sicherheit beitragen. Es wird empfohlen, einen Benutzernamen zu wählen, der für Freunde und Familie leicht zu erkennen ist, aber keine persönlichen Informationen preisgibt.

Zu den vom Spezialisten empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen gehören:

Geben Sie bitte nicht Ihre CPF (brasilianische Steueridentifikationsnummer), Ihr Geburtsdatum oder Ihr Geburtsjahr an

Kombinieren Sie Ihren vollständigen Namen nicht mit Ihrem Beruf oder Firmennamen;

Vermeiden Sie es, denselben Benutzernamen auf allen digitalen Plattformen zu verwenden;

Wählen Sie einen Namen, der schwer mit einem anderen Profil zu verwechseln ist.

Auch mit der neuen Funktion bleiben einige Maßnahmen unerlässlich, um Ihr Konto zu schützen:

Zweistufige Verifizierung aktivieren;

Beschränken Sie, wer Fotos, Nachrichten und Statusmeldungen sehen kann;

Festlegen, wer den Benutzer zu Gruppen hinzufügen kann;

Halten Sie die App stets auf dem neuesten Stand;

Überprüfen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen regelmäßig.

„Die Technologie entwickelt sich ständig weiter, doch Wachsamkeit bleibt eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen. Wenn Sie eine unerwartete Nachricht erhalten, insbesondere wenn es um Geld, Verifizierungscodes oder dringende Anfragen geht, sollten Sie die Identität des Absenders am besten über einen anderen Kanal überprüfen, bevor Sie irgendwelche Maßnahmen ergreifen“, rät Caldas.

Die Änderung dürfte sich auch auf Unternehmen auswirken, die WhatsApp als Kundenservicekanal nutzen. Laut Experten ist es wichtig, offizielle Benutzernamen klar zu kennzeichnen, Konten mit markenähnlichen Namen zu überwachen und Kunden darauf hinzuweisen, Passwörter oder Authentifizierungscodes niemals per Nachricht weiterzugeben.

„Das Vertrauen der Kunden wird zunehmend von klarer Kommunikation abhängen. Neben Sicherheitsmaßnahmen wird es für Unternehmen unerlässlich sein, ihre offiziellen Kommunikationskanäle explizit anzugeben und ihre Teams darin zu schulen, Verbraucher im Falle potenzieller Betrugsversuche zu beraten“, so das Fazit des Skyone-Experten.

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