São Paulo, Juli 2026 – Die Juliferien, traditionell mit Erholung, Reisen und Schulferien verbunden, stellen für Unternehmen aus Sicht der digitalen Sicherheit eine Zeit erhöhter Aufmerksamkeit dar. Durch kleinere Teams, vermehrtes Homeoffice, Mitarbeiter, die von Hotels, Flughäfen und externen Netzwerken auf Unternehmenssysteme zugreifen, sowie den Anstieg von Betrugsfällen im Reiseverkehr werden Organisationen zu attraktiveren Zielen für Cyberkriminelle.
Bruno Caldas, Leiter der Cybersicherheit bei Skyone, beobachtet einen Anstieg der Angriffsversuche, insbesondere durch Diebstahl von Zugangsdaten, Phishing-Kampagnen, verdächtige Zugriffe von verschiedenen Standorten aus und Betrugsmaschen, die Themen wie Flugtickets, Hotelreservierungen, Gepäck, Vielfliegerprogramme und Reiseangebote ausnutzen.
„Die Feiertage verringern das Angriffsrisiko nicht; im Gegenteil. Kriminelle wissen, dass viele Unternehmen mit kleineren Teams arbeiten und der Fernzugriff auf Unternehmenssysteme deutlich zunimmt. Sie nutzen diese Situation aus, um ihre Versuche, Zugangsdaten zu stehlen, sowie Phishing-Kampagnen und Ransomware-Angriffe zu intensivieren“, so Bruno.
Ein weiterer Faktor, der das Risiko erhöht, ist, dass während der Urlaubszeiten auch einige der für den Betrieb und die Informationssicherheit zuständigen Teams reduziert sind, was die Zeit verlängern kann, die zur Erkennung und Reaktion auf einen Vorfall benötigt wird.
Eine der wichtigsten vom Experten empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen ist, den Zugriff auf Unternehmenssysteme über öffentliche WLAN-Netzwerke zu vermeiden. Wann immer möglich, sollte man idealerweise die eigene Mobilfunkverbindung nutzen oder über ein VPN auf die Unternehmensumgebung zugreifen. „Es ist außerdem wichtig, dass Laptops und Mobiltelefone auf dem neuesten Stand sind, durch Passwörter oder biometrische Daten geschützt sind, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden und vorzugsweise vom Unternehmen bereitgestellte und verwaltete Geräte sind“, warnt er.
Falls ein Firmenlaptop während einer Reise verloren geht oder gestohlen wird, empfiehlt es sich, das Unternehmen unverzüglich zu benachrichtigen, damit das Sicherheitsteam den Zugriff sperren, offene Sitzungen schließen, Zugangsdaten ändern und, sofern verfügbar, die auf dem Gerät gespeicherten Daten aus der Ferne löschen kann.
Gleichzeitig nutzen Kriminelle künstliche Intelligenz, um Betrugsmaschen raffinierter und überzeugender zu gestalten. Daher ist es für Unternehmen unerlässlich, in ebenso intelligente Abwehrmechanismen zu investieren. Technologie kann und sollte aber auch zum Vorteil von Unternehmen eingesetzt werden. KI ermöglicht die Analyse großer Datenmengen in Sekundenschnelle, die Erkennung ungewöhnlicher Verhaltensweisen, die Priorisierung von Warnmeldungen und die Beschleunigung der Reaktion auf potenzielle Vorfälle.
„Ein Großteil der Vorfälle ließe sich durch relativ einfache Maßnahmen vermeiden, wie z. B. regelmäßige Datensicherungen, die kontinuierliche Überwachung der Systeme und die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die gängigsten Betrugsmaschen. Informationssicherheit hängt nicht allein von der Technologie ab; sie erfordert Planung, klar definierte Prozesse und Mitarbeiter, die bereit sind, Risiken täglich zu erkennen“, so Caldas abschließend.
Benachrichtigen Sie das Unternehmen unverzüglich, falls Geräte verloren gehen oder gestohlen werden.
Seien Sie vorsichtig bei Nachrichten über Reisen, Reservierungen und Sonderangebote.
Klicken Sie nicht auf Links, die Sie per E-Mail oder über Apps erhalten, ohne vorher deren Quelle zu überprüfen.
Vermeiden Sie den Zugriff auf Unternehmenssysteme über öffentliche WLAN-Netzwerke.
Halten Sie Computer und Mobiltelefone auf dem neuesten Stand.
Passwörter niemals weitergeben.
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