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Cloud Computing: Was es ist, wie es funktioniert und praktische Beispiele in der Cloud

Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von Technologiedienstleistungen – darunter Speicher, Server, Datenbanken, Netzwerke und Software – über das Internet. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, eine lokale physische Infrastruktur zu unterhalten. In der Praxis mieten Unternehmen Rechenkapazität bedarfsgerecht bei globalen Anbietern an und wandeln so fixe Hardwarekosten in flexible Betriebskosten um.
Cloud, Lesezeit: 10 Minuten, Von: Skyone

Cloud Computing bezeichnetdie Bereitstellung von Technologiedienstleistungen – darunter Speicher, Server, Datenbanken, Netzwerke und Software – über das Internet. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, eine lokale physische Infrastruktur zu unterhalten. In der Praxis mieten Unternehmen Rechenkapazität bedarfsgerecht bei globalen Anbietern an und wandeln so fixe Hardwarekosten in flexible Betriebskosten um.

Wie funktioniert Cloud Computing im täglichen Geschäftsbetrieb von Unternehmen?

Um zu verstehen, wie die Cloud funktioniert, stellen Sie sich die Stromversorgung vor: Sie müssen in Ihrem Unternehmen kein Kraftwerk bauen, um das Licht einzuschalten; Sie verbinden sich einfach mit dem öffentlichen Stromnetz und bezahlen nur für das, was Sie verbrauchen.

In der Technologiebranche ist es genau dasselbe. Anstatt teure physische Server zu kaufen, Kühlsysteme zu installieren und ein Team zu unterhalten, das sich ausschließlich mit der Reparatur defekter Teile beschäftigt, greift Ihr Unternehmen auf die Rechenleistung großer, weltweit verteilter Rechenzentren zu

Die Verbindung Ihres Unternehmens zu diesen Ressourcen ist einfach und sicher über das Internet und erfordert oft nur einen Standard-Webbrowser und eine stabile Internetverbindung. Daten und Anwendungen laufen nicht mehr auf lokalen Rechnern, sondern auf diesen leistungsstarken Shared- oder Dedicated-Servern.

Die wichtigsten Cloud-Service-Modelle

Cloud Computing ist in drei Hauptschichten unterteilt, je nachdem, welchen Kontrollgrad Ihr Unternehmen benötigt:

  • IaaS (Infrastructure as a Service): Hierbei handelt es sich um die Anmietung der technologischen Infrastruktur, wie z. B. virtuelle Server, Speicherplatz und Netzwerke. Ihre IT-Abteilung hat die volle Kontrolle über das Betriebssystem und die installierte Software.
  • PaaS (Platform as a Service): Der Anbieter stellt eine sofort einsatzbereite Umgebung für Anwendungsentwicklung und Hosting bereit. Das IT-Team konzentriert sich ausschließlich auf den Code und die Geschäftsregeln, ohne sich um die Wartung des zugrunde liegenden Betriebssystems kümmern zu müssen.
  • SaaS (Software as a Service): Dies bezeichnet die Nutzung vollständiger Anwendungen direkt über das Internet. Firmen-E-Mail-Systeme, CRM- und ERP-Systeme, auf die über einen Webbrowser zugegriffen wird, sind klassische Beispiele für SaaS.

Wenn ich mein Unternehmen in die Cloud verlagere, werde ich die Kontrolle verlieren und mein Budget sprengen

Die größte Befürchtung vieler IT-Leiter und -Manager bei der Migration in die Cloud ist die Unvorhersehbarkeit der Kosten und das Gefühl, dass die Daten im Internet „ungeschützt“ sind.

Die Realität sieht ganz anders aus. Bei der internen Wartung physischer Server ist das Risiko eines Kontrollverlusts deutlich höher: Stromschwankungen, Hardwareausfälle oder lokale Ransomware-Angriffe können den Betrieb tagelang lahmlegen. In der Public oder Hybrid Cloud hingegen basiert die Sicherheit auf Zero-Trust-, fortschrittlicher Verschlüsselung und automatisierten, global replizierten Backups.

Im traditionellen Modell entstehen Kostenverschwendung, da Unternehmen überdimensionierte Server kaufen, um sporadische Zugriffsspitzen abzufangen und diese Kapazität den Rest des Jahres ungenutzt zu lassen. Dank der Auto-Scaling- passt sich die Infrastruktur minütlich automatisch an die tatsächliche Nutzung an: Sie wächst bei Spitzenzeiten und schrumpft in Leerlaufzeiten, sodass Sie nur für das bezahlen, was Sie tatsächlich nutzen.

Praxisbeispiel: die Transformation einer Einzelhandelskette

Der Zustand vorher (Lokale Infrastruktur)

Eine Supermarktkette betrieb ihr ERP-System auf einem physischen Server am Hauptsitz. Während des monatlichen Buchhaltungsabschlusses oder an Feiertagen wie dem Black Friday kam es zu extremen Systemüberlastungen, was zu Warteschlangen an den Kassen und Verzögerungen in der Steuerabteilung führte. Die Berechnung und Generierung komplexer Steuererklärungen dauerte etwa acht Stunden und brachte die Computer des Teams zum Absturz.

Die Folgen (Migration in die Cloud mit Skyone)

Durch die Migration der monolithischen Anwendung und Datenbank in die Cloud mithilfe von Orchestrierungslösungen wie Skyone Autoskyveränderte sich der Betrieb grundlegend. Ohne dass eine einzige Zeile Code im ursprünglichen System geändert werden musste, ist das ERP-System nun von jedem Standort aus über einen Webbrowser zugänglich.

An umsatzstarken Tagen aktivieren die intelligenten Auto-Scaling-Algorithmen der Plattform proaktiv neue Cloud-Serverinstanzen, um die Last abzufangen. Die Bearbeitungszeit für Steuerangelegenheiten hat sich drastisch von 8 auf nur noch 2 Stunden reduziert, sodass sich das IT-Team nicht mehr mit Hardwareproblemen herumschlagen muss, sondern sich auf Innovation und Datenanalyse konzentrieren kann.

Worin besteht der Unterschied zwischen öffentlichen, privaten und hybriden Clouds?

Die Public Cloud nutzt gemeinsam genutzte Infrastruktur großer globaler Anbieter (wie AWS, Oracle, Azure und Google Cloud) und bietet unbegrenzte Skalierbarkeit und geringere Kosten. Die Private Cloud ist die exklusive Umgebung eines einzelnen Unternehmens, die lokal oder in einem Rechenzentrum eines Drittanbieters betrieben wird. Die Hybrid Cloud vereint die Vorteile beider Welten: Kritische, hochsichere Systeme können in der Private Cloud betrieben werden, während skalierbare Workloads in der Public Cloud ausgeführt werden.

Wenn meine Internetverbindung ausfällt, wird das Unternehmen dann komplett stillgelegt?

Die Cloud erfordert eine stabile Internetverbindung, doch moderne Architekturen minimieren die Risiken. Cloud-Plattformen sind heutzutage so optimiert, dass sie auch bei eingeschränkten Verbindungen (mit geringer Bandbreite, z. B. 100 kbit/s pro Nutzer) effizient laufen. Da die Daten nicht an das physische Büro gebunden sind, können Mitarbeiter auch bei einem Ausfall der Hauptinternetverbindung des Unternehmens von überall aus sicher weiterarbeiten – entweder über Mobilfunknetze (4G/5G) oder im Homeoffice.

Was passiert bei einem physischen Ausfall eines Cloud-Servers?

Cloud-Anbieter arbeiten mit vollständiger Redundanz. Fällt eine physische Komponente oder ein ganzer Server in einem Cloud-Rechenzentrum aus, übernimmt ein identischer Server sofort die Arbeitslast, ohne dass der Endnutzer die Unterbrechung bemerkt. Daten werden kontinuierlich repliziert und verfügen über automatische Snapshots und Backups für eine schnelle Wiederherstellung im Katastrophenfall.

Vergleichstabelle der Infrastruktur

Funktionalität / FunktionLokaler physischer Server (vor Ort)Managed Cloud Computing
Anfangsinvestition (CAPEX)Sehr hohe Kosten (Anschaffung von Servern, USV-Anlagen, Switches)Zero (On-Demand-/Abonnement-Vertragsmodell)
BereitstellungszeitWochen oder Monate (Kauf, Lieferung und Aufbau)Minuten (sofortige Aktivierung per Software)
SkalierbarkeitManuell und beschränkt auf die verfügbare physische HardwareAutomatisch, dynamisch und ohne Rechenbeschränkungen
CybersicherheitAbhängig vom internen Team und den lokalen FirewallsZero-Trust-Architektur, obligatorische MFA und ISO 27001
Backup-RoutineManuelle Bedienung, daher anfällig für menschliche Fehler oder physische BeschädigungAutomatisch, geo-repliziert und mit einer RTO von bis zu 4 Stunden
Aktualisierungen und WartungEs unterbricht den Betrieb und erfordert ein manuelles EingreifenWird zur Laufzeit ausgeführt, ohne die Benutzer zu beeinträchtigen


Kennzahlen zur technologischen und betrieblichen Auswirkung

  • Reduzierte Bearbeitungszeit: Bis zu 75 % der Ausführungszeit aufwändiger Steuer- und Buchhaltungsroutinen nach der Migration auf optimierte Cloud-Architekturen.
  • Datenverfügbarkeit: Garantierte Backup-Dauerhaftigkeit von bis zu 99,999999999 % (11 Neunen) durch replizierten Speicher auf Cloud-Hyperscalern.
  • Reaktionszeit bei Katastrophen (RTO): vollständige Wiederherstellung der Unternehmensumgebungen und Datenbanken innerhalb von maximal 4 Stunden in schwerwiegenden Vorfallszenarien.

Erfolgsgeschichten aus dem wahren Leben

Dalben Supermarktnetzwerk

Die traditionelle Supermarktkette beseitigte Engpässe in ihren kaufmännischen, buchhalterischen und steuerlichen Prozessen durch die Migration ihrer Altsysteme in die Unternehmenscloud. Die Zentralisierung und der Zugriff auf Echtzeitdaten gewährleisteten die für die Expansion von stationären und Online-Filialen notwendige Skalierbarkeit, unterstützt durch ein starkes Cybersicherheitsmanagement.

Asun Supermärkte

Dank seiner starken Präsenz im Einzel- und Großhandel konnte das Unternehmen die Erstellungszeit komplexer ICMS-Steuerformulare von acht auf nur zwei Stunden , indem es seine Workloads in eine optimierte Public Cloud verlagerte. Dadurch wurde das interne IT-Team entlastet und konnte sich auf strategische Geschäftsbereiche konzentrieren, während die sichere Benutzerauthentifizierung zentral über Single Sign-On (SSO) erfolgte.

Technisches Glossar

  • Hyperscaler: große globale Cloud-Computing-Anbieter, die massive Rechenzentrumsinfrastrukturen im globalen Maßstab anbieten (z. B. AWS, Oracle Cloud, Microsoft Azure und Google Cloud).
  • Auto-Scaling: eine Technologie, die die Ressourcennutzung (wie CPU und Arbeitsspeicher) überwacht und die Anzahl der aktiven Server automatisch anpasst, ohne dass ein menschliches Eingreifen erforderlich ist.
  • Zero Trust: ein digitales Sicherheitsmodell, das auf dem Prinzip „Niemals vertrauen, immer überprüfen“ basiert und verlangt, dass jede Zugriffsanfrage streng authentifiziert und verschlüsselt wird.
  • RTO (Recovery Time Objective): die maximal akzeptable Zeit, die benötigt wird, um ein System nach einem Ausfall oder einer Katastrophe wiederherzustellen und den normalen Betrieb wieder aufzunehmen.
  • iPaaS (Integration Platform as a Service): eine Cloud-basierte Lösung, die unterschiedliche Systeme, Software, Datenbanken und Clouds automatisiert miteinander verbindet und so den Informationsfluss im Unternehmen zentralisiert.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet es, wenn man sagt, dass eine Anwendung monolithisch ist, und wie hilft die Cloud dabei?

Eine monolithische Anwendung ist Software, die als ein einziger, unteilbarer Codeblock entwickelt wurde, in dem Datenbank, Benutzeroberfläche und Geschäftslogik zusammenlaufen. Moderne Plattformen wie Skyone Autosky können diese traditionellen Systeme kapseln und in die Public Cloud migrieren, ohne dass Code neu geschrieben werden muss. Dadurch profitieren sie von den Sicherheits- und Webzugriffsvorteilen moderner Computertechnologie.

Ändern sich die Datenbanklizenzen bei der Migration in die Cloud?

Ja. Im traditionellen Managed-Cloud-Computing-Modell können Lizenzen für leistungsstarke Datenbanken (wie Oracle, SQL Server, MySQL oder PostgreSQL) direkt in die monatlichen Servicekosten eingerechnet werden. Dies sorgt für Budgetplanungssicherheit und eliminiert das Risiko von Bußgeldern bei Software-Compliance-Audits.

Wie funktioniert die Übertragung von Dateien von lokalen Dateien in die Cloud-Umgebung?

Dateiübertragungen können auf zwei Arten erfolgen: per direktem Zugriff über einen Webbrowser (Webzugriff) mithilfe sicherer Befehlszeilen oder mithilfe eines lokal auf dem Rechner des Benutzers installierten Plugins. Die Verwendung des Plugins ermöglicht erweiterte Funktionen, wie beispielsweise die Einbindung lokaler Laufwerke in die Cloud, um Ordner so zu kopieren und einzufügen, wie es von einem lokalen Dateiserver gewohnt ist.

Wie funktionieren Druckregeln, wenn Systeme in der Cloud gehostet werden?

Die Druckqualität bleibt vollständig erhalten. Mithilfe der Universal Printererkennt die in der Cloud laufende Anwendung lokale und Netzwerk-Drucker, die auf dem Computer des Mitarbeiters installiert sind, sodass dieser PDFs erstellen oder Rechnungen und Berichte direkt auf den Geräten des Unternehmens ausdrucken kann.

Was sind ephemere IPs und wie schützen sie die Cloud-Umgebung?

Ephemere IPs sind temporäre Netzwerkadressen, die virtuellen Servern zugewiesen werden. Da Cloud-Automatisierungs-Engines im Laufe des Tages Instanzen erstellen und löschen, um die Last auszugleichen, ändern sich die IPs ständig. Dies erschwert Hacking und gezielte Angriffe auf die Dateninfrastruktur Ihres Unternehmens erheblich.

Wie lassen sich Cloud-Server mit Werkzeugen der künstlichen Intelligenz integrieren?

Cloud Computing organisiert historische Unternehmensdatenbanken in integrierten Umgebungen. Über diese zentrale Infrastruktur lassen sich Daten nativ mit modernen Integrationsabläufen verbinden und speisen so Business-Intelligence-Modelle des maschinellen Lernens und generative KI-Lösungen.

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