Es ist möglich, sicheren Fernzugriff auf kritische Systeme ohne VPNs zu gewährleisten, indem man eine Zero-Trust-Architektur. Dieses Sicherheitsmodell sieht vor, dass kein Gerät und kein Benutzer standardmäßig als vertrauenswürdig gilt, selbst nach der Authentifizierung. In der Praxis bedeutet dies, dass zunächst jede IP-Adresse gesperrt wird und nur das authentifizierte Gerät in Echtzeit die Berechtigung erhält, sich mit einem bestimmten Anwendungsserver zu verbinden. Diese Berechtigung wird bei jeder Trennung automatisch widerrufen.
Ein herkömmliches VPN erstellt einen Netzwerktunnel, der dem verbundenen Gerät nach der Einrichtung in der Regel weitreichenden Zugriff auf das interne Unternehmensnetzwerk gewährt. Dies stellt ein Risiko dar, wenn das Gerät kompromittiert wird. Darüber hinaus erfordern herkömmliche VPNs Konfigurationsaufwand, verbrauchen mehr Bandbreite und funktionieren bei begrenzter Bandbreite nicht immer optimal. Die Zero-Trust-Architektur löst dieses Problem, indem sie den Zugriff auf jede Anwendung einzeln authentifiziert und autorisiert, anstatt auf das gesamte Netzwerk.
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Wir bei Skyone setzen auf das Zero-Trust-Modellund überprüfen jeden Zugriff, um Risiken zu minimieren, laterale Angriffe zu verhindern und kritische Daten zu schützen.
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Da der Zugriff über einen Webbrowser mit geringem Bandbreitenverbrauch (ab 100 kbit/s) erfolgt und keine VPN-Installation erforderlich ist, funktioniert dieses Modell auch bei instabilen Verbindungen oder Geräten mit geringer Rechenleistung einwandfrei. Dies ist insbesondere für Unternehmen mit verteilten Standorten oder Außendienstmitarbeitern relevant.
Bedeutet Zero Trust, dass sich der Benutzer bei jeder Systemnutzung authentifizieren muss? Die Authentifizierung erfolgt bei jeder neuen Zugriffssitzung, was aber nicht zwangsläufig mehrere manuelle Anmeldungen bedeutet – Funktionen wie Single Sign-On ermöglichen eine reibungslose Benutzererfahrung und gewährleisten gleichzeitig die Sicherheit des Zero-Trust-Modells im Hintergrund.
Ist Zero Trust langsamer als ein herkömmliches VPN? Nicht unbedingt. Da Authentifizierung und Autorisierung anwendungsspezifisch und nicht netzwerkweit erfolgen, ist dieses Modell in der Regel bandbreitenschonender als ein herkömmliches VPN.
Ist es möglich, Zero Trust mit einem bestehenden Active Directory innerhalb des Unternehmens zu nutzen? Ja. Es ist möglich, über LDAP eine Verbindung zu einer bestehenden externen Active Directory-Struktur herzustellen und gleichzeitig die volle Kontrolle über Authentifizierung und Berechtigungen innerhalb der eigenen Infrastruktur des Kunden zu behalten.
Schützt Zero Trust vor Angriffen, die bereits innerhalb des Netzwerks stattgefunden haben? Ja, genau das ist einer der Hauptvorteile des Modells: Da keinem Gerät standardmäßig vertraut wird, hätte selbst ein Angriff, der sich bereits „innerhalb“ des herkömmlichen Netzwerks befindet, keinen automatischen Zugriff auf Anwendungsserver, die durch Zero Trust geschützt sind.
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