Technologie ist längst nicht mehr nur ein Mittel zum Zweck oder ein Hilfsmittel, sondern bildet das Herzstück jeder modernen Unternehmensstrategie. In der heutigen Zeit hängt das Überleben und der Erfolg eines Unternehmens direkt davon ab, wie es die drei Säulen Menschen, Prozesse und Technologie .
In diesem Artikel beleuchten wir wichtige Erkenntnisse aus dem „Women in Tech“ mit Vanessa Paulino (CIO und COO der Banco Carrefour) und Adriana Campanholo (Finanzdirektorin von Skyone). Sie erläutern, wie weibliche Führungskräfte die digitale Transformation vorantreiben, Silos in Unternehmen aufbrechen und Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einsetzen.
Historisch gesehen galten IT-Abteilungen als „Ermöglicher“, als grundlegende Strukturen, die den Geschäftsbetrieb ermöglichten. Heute ist diese Sichtweise überholt. Vanessa Paulino betont, dass Technologie im der Banco Carrefour von grundlegender Bedeutung für die Sicherung des langfristigen Erfolgs und der Zukunftsfähigkeit des Instituts ist.
Dieser Wandel erfordert ein Führungsprofil, das nicht nur über fundierte technische Kenntnisse verfügt, sondern auch ein ausgeprägtes Geschäftsverständnis besitzt. Vanessas Werdegang ist dafür ein gutes Beispiel: Aus dem Produktbereich kommend, übernahm sie die Technologierolle, um Agilität und Skalierbarkeit zu gewährleisten. Dies beweist, dass das Verständnis der Kundenbedürfnisse der erste Schritt zu einer erfolgreichen Technologieimplementierung ist.
Eine der größten Herausforderungen für große Konzerne ist die Existenz isolierter Abteilungen, die keine Informationen austauschen. Adriana Campanholo betont, dass operative Effizienz nur durch die Vernetzung der Bereiche erreicht wird. Die Finanzabteilung beispielsweise darf nicht länger nur ein transaktionsorientiertes Backoffice sein; sie muss als strategisches Signal für die Entscheidungsfindung dienen.
Technologie ist der Motor, Daten sind der Treibstoff. Für Grupo Carrefour Brasil, das fast 60 Millionen Menschen versorgt und bis zu 60 % des Konsumbedarfs der Haushalte deckt, sind Daten eine strategische Waffe.
Daten-Governance ist unerlässlich . Die Qualität der Eingabedaten bestimmt die Qualität der Ergebnisse. Vanessa betont, dass die Strukturierung und die Festlegung der Datenhoheit entscheidend für die Entwicklung personalisierter Kommunikation und einer zielgerichteten Kreditvergabe sind, insbesondere für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen in Brasilien.
Fortschrittliche Tools sind nutzlos, wenn das Team nicht weiß, wie es diese Informationen zur Geschäftsgenerierung nutzen kann. Das Konzept der „Datenkompetenz“ gilt sowohl für Daten als auch für Künstliche Intelligenz: Es bezeichnet die Fähigkeit, Zahlen in handlungsrelevante Erkenntnisse umzuwandeln.
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein zentrales Thema in der aktuellen strategischen Planung; über 60 % der Unternehmen diskutieren das Thema zumindest teilweise. Das Streben nach einer schnellen Kapitalrendite (ROI) kann jedoch zu strategischen Fehlern führen.
Viele glauben, KI sei etwas Neues, doch der Bankensektor nutzt analytische KI (wie maschinelles Lernen) bereits seit Jahren. Bei der Banco Carrefour basieren schon 70 % der Modellierung – darunter Kreditwesen, Inkasso, Kundenbindung und Betrugsprävention – auf maschinellem Lernen.
Der nächste Schritt ist die Weiterentwicklung hin zu generativer KI und autonomen Agenten. Die von den Führungskräften befürwortete Strategie konzentriert sich auf Folgendes:
Ein Punkt, in dem Vanessa und Adriana übereinstimmen, ist, dass technologischer Erfolg letztendlich eine Frage der Menschen und der Kultur .
Diversität in Unternehmen ist nicht nur eine gesellschaftliche Frage, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft. Vanessa betont, dass Mitarbeiter mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven es dem Unternehmen ermöglichen, die Vielfalt seiner Kundschaft besser widerzuspiegeln. Studien zeigen, dass von Frauen geführte Unternehmen aufgrund ihrer Vernetzungskompetenz und ihres ganzheitlichen Blicks bis zu 20 % höhere Ergebnisse erzielen können.
Damit Veränderungen wirklich Wirkung zeigen, müssen sie sich in den KPIs des Unternehmens widerspiegeln. Die Carrefour Brazil Group hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 50 % Frauen in Führungspositionen . Organisationen wie „Mulheridades“ unterstützen und fördern diese Fachkräfte und stellen sicher, dass sie die nötigen Kompetenzen für ihren beruflichen Aufstieg und die Besetzung von C-Level-Positionen besitzen.
Für junge Frauen, die eine Karriere im Technologiebereich anstreben, bieten diese Führungskräfte wertvolle Ratschläge:
„Hinterlasse dein Haus besser, als du es gestern vorgefunden hast – für dich selbst und für andere.“ – Adriana Campagnolo
Dieser Artikel fasst lediglich ein ausführliches Gespräch über die Zukunft der Technologie und den Einfluss von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft zusammen. Möchten Sie alle Details, Geschichten und praktischen Fallstudien von Vanessa Paulino und Adriana Campanholo entdecken?
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