Felipe Wasserman, Marketing- und Wachstumsdirektor von Skyone, leitet eine Agenda, die drei Säulen vereint, die für moderne Unternehmen und Fachkräfte als wesentlich erachtet werden: Technologie, Bildung und Marktschulung, insbesondere im Hinblick auf die Welt der künstlichen Intelligenz (KI) und die Vielseitigkeit von Cloud-Speichersystemen.
Die Führungskraft leitet eine Initiative, die eine klare Analyse des aktuellen Zustands der Branche widerspiegelt. Der rasante Fortschritt im Bereich der KI hat eine Lücke zwischen dem Potenzial der Werkzeuge und der tatsächlichen Fähigkeit von Fachleuten und Unternehmen geschaffen, diese Ressource strategisch einzusetzen.
Dieses Verständnis ist die Grundlage des Content Hubs, einer von Skyone entwickelten Content-Plattform, die den Zugang zu praktischem Wissen über Themen erweitern soll, die für den täglichen Geschäftsbetrieb von entscheidender Bedeutung sind.
Der Vorschlag basiert auf der Beobachtung, dass viele Unternehmen diese Technologien nur oberflächlich verstehen und dadurch einen zunehmend deutlichen Wettbewerbsnachteil auf dem Markt schaffen. „Das Thema Künstliche Intelligenz ist viel komplexer, als allgemein angenommen wird. Viele behaupten, mit KI zu arbeiten, nutzen aber in der Praxis nur grundlegende Funktionen. Je mehr man lernt, desto mehr erkennt man, wie viel es noch zu entdecken gibt“, so der Manager in einem Interview mit Mundo do Marketing.
Strategischer Einsatz von Technologie
Technologische Fortschritte eröffnen vielfältige Möglichkeiten, von intensiveren Anwendungen künstlicher Intelligenz bis hin zu neuen Integrationen von Automatisierung, Daten und Kundenerlebnis. Daher wird Wissensentwicklung zu einem zentralen Element der Marktentwicklung.
Die Diskussion um Technologie dreht sich nicht mehr nur um den Zugang zu Werkzeugen; es geht nun auch um die Fähigkeit, diese strategisch zu interpretieren und einzusetzen. Unternehmen, die nicht in Weiterbildung investieren, verlieren in einem zunehmend von Daten, Automatisierung und neuen Entscheidungsformen geprägten Umfeld tendenziell an Wettbewerbsfähigkeit.
„Es nützt nichts, die beste Technologie zu haben, wenn die Leute nicht wissen, wie man sie benutzt. Der Unterschied zwischen Unternehmen, die in Schulungen investieren, und solchen, die dies nicht tun, wird in den kommenden Jahren immer deutlicher werden“, warnt Wasserman.
Skyones Initiative basiert auf einer konkreten Vision hinsichtlich der Rolle von Technologieunternehmen im aktuellen digitalen Transformationsprozess. Wasserman definiert Organisationen wie die von ihm geführte als „Vermittlerunternehmen“, die andere Unternehmen bei der Strukturierung ihrer Abläufe für verschiedene Zukunftsszenarien unterstützen.
„Technologie eröffnet viele mögliche Zukunftsszenarien. Das können künstliche Intelligenz, Automatisierung, das Internet der Dinge oder andere, noch in der Entwicklung befindliche Anwendungen sein. Unabhängig davon, welcher Weg sich durchsetzt, gibt es eine Zwischenphase des Lernens und Strukturierens. Genau in diesem Bereich wollen wir tätig sein“, erklärt der Direktor.
Der Umfang des Content Hubs
Der Content Hub erweist sich als praktische Umsetzung dieser Strategie. Die von Skyone als Content- und Bildungsökosystem konzipierte Plattform wurde geschaffen, um den Zugang zu Wissen über Technologie, künstliche Intelligenz und digitale Transformation zu erweitern und das Unternehmen gleichzeitig als aktiven Akteur in der Debatte über die Zukunft des Sektors zu positionieren.
Diese Initiative deckt sich voll und ganz mit Wassermans Vision hinsichtlich der Rolle von Technologieunternehmen im aktuellen digitalen Transformationsprozess. Der Manager erklärt, dass Organisationen wie Skyone als „Vermittlerunternehmen“ fungieren, die andere Unternehmen bei der Strukturierung ihrer Abläufe und der Entwicklung von Kompetenzen unterstützen, um in verschiedenen technologischen Szenarien bestehen zu können.
Die Erweiterung des Wissenszugangs ist ein wesentlicher Bestandteil der Marktvorbereitung. Die Architektur des Hubs wurde genau darauf ausgelegt, eine wiederkehrende Herausforderung in diesem Prozess zu bewältigen: Die Verbreitung von technologischem Wissen erfolgt nicht einheitlich innerhalb von Organisationen. Berufseinsteiger, Entwickler, Führungskräfte im Technologiebereich und Unternehmensleiter stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen und benötigen spezifische Ansätze hinsichtlich Sprache und inhaltlicher Tiefe.
Um dieser vielfältigen Zielgruppe gerecht zu werden, bündelt der Content Hub eine Reihe von Programmen mit sich ergänzenden Schwerpunkten. Dazu gehören Low Code, das Einsteigern Automatisierungstechnologien näherbringt; RecruTech, das sich der Karriereberatung im Technologiesektor widmet; Builders mit Fokus auf technische Weiterbildung; TrendOff, das sich mit Markttrends und technologischer Führung befasst; und Elas in Tech, eine Initiative, die Diversität und weibliche Führungskräfte in der Branche thematisiert.
„Wir sprechen zwar über dasselbe technologische Universum, aber für völlig unterschiedliche Zielgruppen. Ein junger Mensch am Anfang seiner Karriere braucht eine andere Sprache als ein CEO oder ein technischer Entwickler“, erklärt Wasserman.
Der Podcast wurde als primäres Verbreitungsformat gewählt, da er eine regelmäßige und tiefgehende Auseinandersetzung mit Themen über einen längeren Zeitraum ermöglicht. Die Initiative beschränkt sich jedoch nicht auf Audio, sondern umfasst auch Video, Blogs und andere digitale Plattformen, wodurch die Reichweite und der Umfang der Inhalte erweitert werden.
Parallel dazu entwickelte sich Content Hub zu einem Instrument für den Beziehungsaufbau innerhalb des Technologie- und Innovationsökosystems. Das offenere Gesprächsformat fördert einen Austausch, der in traditionellen Geschäftsumgebungen selten stattfindet, und regt zu Reflexion und Vernetzung an, wodurch neue Perspektiven auf die Herausforderungen der Branche entstehen können.
„Der Podcast schafft ein Umfeld für Austausch. In einem formellen Meeting neigt jeder dazu, seinen Standpunkt zu verteidigen. In einem offeneren Gespräch entstehen Ideen und Verbindungen, die in einem anderen Kontext oft nicht zum Vorschein kämen“, sagt der Manager.
Der Profi der Zukunft
Die Diskussion über Technologie führt unweigerlich zu einer Reflexion über das in den kommenden Jahren benötigte Berufsprofil. Wasserman argumentiert, dass „die tiefgreifendste Transformation nicht in den verfügbaren Werkzeugen liegt, sondern im Wandel der Lernlogik“.
Jahrzehntelang basierte das Bildungssystem auf der Fähigkeit, Informationen auswendig zu lernen und korrekte Antworten zu geben. Mit der Verbreitung künstlicher Intelligenz verliert dieses Modell an Bedeutung, da der Zugriff auf Antworten nun unmittelbar möglich ist.
„Heute kann man praktisch jede Information in Sekundenschnelle abrufen. Das verändert die Definition von Intelligenz grundlegend. Der entscheidende Faktor ist nicht mehr, die Antwort zu kennen, sondern bessere Fragen zu stellen und andere Wege zu finden“, betont er.
In diesem Szenario gewinnen Fähigkeiten wie Kreativität, Kontextinterpretation und die Fähigkeit, Chancen jenseits traditioneller Muster zu erkennen, an Bedeutung. Gleichzeitig beobachtet die Führungskraft eine zunehmende Standardisierung von Strategien und visuellen Identitäten im Markt, die durch den massiven Einsatz derselben digitalen Werkzeuge vorangetrieben wird.
„Wir leben in einer Zeit der Homogenisierung. Viele Marken nutzen dieselben Instrumente und produzieren letztendlich sehr ähnliche Kommunikationsinhalte. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil wird sich gerade bei denen zeigen, die diesem Muster entkommen“, fügt der Manager hinzu.
Technologie, Alltag und die Integration von Welten
Wassermans beruflicher Werdegang umfasst verschiedene Zyklen des technologischen Wandels, von der Verbreitung des Personalcomputers bis hin zum Fortschritt sozialer Netzwerke und künstlicher Intelligenz. Ausgehend von dieser Entwicklung prognostiziert er, dass der nächste große Technologiesprung in der vollständigen Integration der Online- und Offline-Welt liegen wird.
Aus Sicht des Managers liegt die Zukunft nicht unbedingt in der Schaffung rein virtueller Welten, sondern vielmehr in der zunehmend selbstverständlichen Integration von Technologie in den Alltag. Diese Integration dürfte sich auf alle Bereiche auswirken, vom Einzelhandel bis zur Unterhaltung, und die Art und Weise verändern, wie Konsumenten mit Marken, Produkten und Dienstleistungen interagieren.
„Der größte Wandel wird eintreten, wenn die Online-Welt vollständig mit der physischen Welt verschmilzt. Wir werden auf der Straße nach Informationen suchen und darauf zugreifen können, ohne unser Handy in die Hand nehmen zu müssen. Technologie wird ein unsichtbarer Bestandteil unseres Alltags werden“, prognostiziert er.